HSDPA

HSDPA

HSDPA steht für High Speed Downlink Packet Access und ist ein Übertragungsverfahren des Mobilfunkstandards.

HSDPA charakterisiert sich durch drei entscheidene Merkmale:

  • schnelle Datenübertragung
  • kurze Latenzzeiten bzw. Wartezeiten
  • bessere Kapaztitäts-Ausnutzung der UMTS-Frequenzen


HSDPA erweitert den 3G-Mobilfunkstandard UMTS. Mit "normalem" UMTS sind Download-Geschwindigkeiten von bis zu 384 kBit/s möglich, im Upstream stehen 64 kBit/s zur Verfügung. HSDPA, auch als 3,5G-Technologie bezeichnet, bietet mit einem Downstream von mindestens 1,8 MBit/s und einem Upstream von bis zu 7,2 Mbit/s eine wesentlich schnellere Übertragung. T-Mobile hat HSDPA auf der CeBit 2006 das erste Mal vorgestellt und schon im Februar 2007 war das gesamte UMTS-Internet-Netz von T-Mobile mit HSDPA ausgerüstet und deckte damit über 60 Prozent der Bevölkerung ab.

HSDPA Technik

HSDPA soll Downlink-Datenraten von 14,6 Mbit/s (unter Laborbedingungen), also die schnelle Übertragung großer Datenmengen (Spiele, Filme etc.) zwischen Basisstation und Mobilfunkgerät ermöglichen. Aufgrund der Kanalkodierung zur Fehlerkorrektur mit einer maximalen Rate von 3/4 erreicht die nutzbare Datenrate im Fall von QPSK aber höchstens 3,6 Mbit/s, was annähernd der Verbindungsgeschwindigkeit von DSL im Festnetz entspricht. Im Fall von 16-QAM maximal 13,98 Mbit/s, allerdings nur unter günstigen Funkbedingungen. Zum Erreichen dieser Datenrate bei HSDPA werden jedoch 15 von 16 CDMA-Codes der Spreizcodelänge der Basisstation verwendet, der benutzte Codeblock der Zelle ist somit ausgelastet.

Auf Anwenderseite sind HSDPA-Router vorauszusetzen, die eine Download-Geschwindigkeit von 3,6 Mbit/s erreichen. Es werden bereits HSDPA-Router angeboten, die den HSDPA Standard von 7,2 Mbit/s unterstützen. Abgesehen davon findet der HSDPA-Standard mit Datenraten von bis zu 1,8 MBit/s, bzw. 3,6 MBit/s bisher vor allem bei Notebook-Einsteckkarten Anwendung. Vereinzelt kommen jedoch auch bereits die ersten HSDPA-Handys auf den Markt. Im Kern läuft das Verfahren – genau wie bei HSUPA (für Uplink)- darauf hinaus, dass ein verbesserter Scheduler in der Basisstation die Datenlast effizient verteilt und je nach Qualität der Verbindung die Kanalkodierung (1/4, 2/4 oder 3/4) und das Modulationsverfahren (QPSK, 16-QAM) angepasst wird.

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